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Länderinfos
Ecuador
Das kleine Land unter dem Äquator lockt mit vielfältiger
indigener Kultur und großen Naturerlebnissen auf den
Spuren Darwins, Humboldts oder von Francisco de Orellana.
Drehscheibe ist Quito, die „Krone der Anden”.
Seit eine wissenschaftliche Expedition
Anfang des 18. Jahrhunderts
nördlich von Quito den Äquator vermaß,
ist das sympathisch kleine Andenland Ziel
zahlreicher Forscher und Naturfreunde aus
Europa. Alexander von Humboldt schwärmte
hier von der „Allee der Vulkane“ und
bestieg den Chimborazo (6310 m) immerhin
bis auf 5800 m. Heute flankieren die
zahlreichen schneebedeckten Giganten
die Panamericana, und Hobbybergsteiger
erklimmen besonders gern den Cotopaxi
(5897 m). Das schönste Stück dieser Vulkanstraße
spannt sich vom Páramo (Hochlandwiese)
El Ángel, den Kraterseen und
Lagunen im Norden über die Hauptstadt
Quito bis Riobamba am Chimborazo im Süden.
Dort lohnt der beliebte Travellertreff
Baños (1800 m) am aktiven Vulkan Tungurahua
(5023 m) einen Abstecher. Weiter
südlich weitet sich dann die Hochlandebene
und beginnt das ehemalige Reich
der Cañarí, die sich einst heftig gegen die
Eroberung durch die Inka wehrten. Vom
Sieg des Inka Huayna Capac erzählen heute
die Reste seiner Residenzstadt Pumapungo
in Cuenca und die gut erhaltene Inkaruine
Ingapirca im Norden der Stadt. Die ganze
Panamericana über kann man auf Märkten
in die Welt der indígenas eintauchen: in
Latacunga (Di), Saquisilí (Do), in Pujilí (Mi
und So), in Guamote (Do) oder auf dem
größten von allen, in Otavalo (Sa), der Heimat der berühmten Weber. In jeder
Region werden andere Trachten getragen.
Die ethnische Vielfalt des Landes spiegelt
sich auch auf den Märkten der stolzen
Altstadt von Quito (2800 m) wider. Die
Metropole ist Drehscheibe für alle Ausflüge:
in die heiße Wirtschaftsmetropole
Guayaquil, zu den Stränden der Pazifikküste,
in den Urwald (Oriente) und natürlich
nach Galápagos. „Wir scheinen...dem
Erscheinen neuer lebender Wesen auf der
Erde näher gebracht zu werden“, schrieb
Charles Darwin 1835 nach seinem Besuch
auf den Inseln – es war die Geburtsstunde
seiner Evolutionstheorie. Heute ist der Nationalpark
Pilgerziel von Naturfreuden aus
aller Welt. Und immer noch lassen sich die
Tiere dort ohne Scheu vom Menschen bestaunen!
Vorläufer aller Ecuador-Entdecker
war indes der Spanier Francisco de Orellana.
Auf der Suche nach dem Zimtland „La
Canela“ befuhr er 1542 den Río Napo und
entdeckte den Amazonas. Die Regenwälder
um den Río Napo sind heute geschützt.
Tourismusprojekte mit indígenas bewahren
sie vor ölhungrigen Konzernen.
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Daten & Fakten
Reiseinfos
Special-Tipp
Adressen

Die Meerechsen von Galápagos sind verwandt mit den Landleguanen, aber haben sich perfekt an die Jagd unter Wasser angepasst. Charles Darwin nannte sie die „Kobolde der Finsternis“
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Daten & Fakten
In Ecuador leben 11,9 Mio. Einwohner
auf einer Landesfläche von
272.045 km²; Hauptstadt ist Quito mit
1,4 Mio. Einwohnern, höchster Berg des
Landes der 6310 m hohe Chimborazo. Die
Galápagos-Inseln liegen 900 km von der
Pazifikküste entfernt. Seit 1979 ist Ecuador
eine Präsidiale Republik. Die Unabhängigkeit
(1822) erkämpften die Venezolaner
Simón Bolívar und José Antonio Sucre. Die
Kolonialzeit begann 1534 mit S. Benalcázar,
davor war Ecuador das Nordreich der
Inka. Wichtigste Exportgüter: Erdöl und
Bananen.
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Otavalo-Mädchen: die Tracht ist ihr Stolz
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Reise-Infos
- Einreise: Der Pass muss mindestens
noch ein halbes Jahr gültig sein.
- Aufenthaltserlaubnis: bis zu 90 Tagen
Impfungen: vorgeschrieben nur bei
einer Einreise aus Gelbfiebergebieten
- Klima und Reisezeit: ganzjährig gute
Reisezeit bei tropisch heißen Temperaturen
an der Küste und im Urwald
sowie Tageszeiten-Klima in den Anden
(morgens und abends mild, mittags
heiß, nachts kalt um 6°C); Regenzeit:
Jan. – Mai. Galápagos kann ganzjährig
bereist werden (von Juli – Sept. kühler).
- Währung: US-Dollar (USD)
- Ortszeit: MEZ –6, bzw. –7 Std.
(Galápagos); MESZ – 7, bzw. –8 Std.
- Indígenas: 36% der Bev., 13 Stämme
- Unesco-Weltkulturerbe: Quito,
Cuenca sowie die Nationalparks
Galápagos und Sangay
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Special-Tipp
Abenteuerlustige dürfte eine Fahrt mit
dem Schienenbus über die „Teufelsnase“
begeistern. Die „Naríz del Diablo“ wurde
1874 bis 1908 aus einem Fels im Andenabhang
gesprengt und ist mit 500 m
Höhenunterschied das steilste Stück der
alten Bahnstrecke Riobamba–Guayaquil.
Ein atemberaubendes Erlebnis – auch
wenn man nicht auf dem Dach sitzt.
Fahrzeiten: Mi, Fr, So.
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