Länderinfos
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ParaguayFluchtpunkt im Hinterland – gerahmt von Flüssen, gezähmt und doch feurig wie die Pferde der Gauchos auf den großen Estancias der Viehbarone. Fremde waren in Paraguay von Anfang an willkommen – auch schon die Spanier bei den eingeborenen Guaraní. Nach Zeitzeugenberichten lebte man friedlich zusammen – der Gouverneur Martínez de Irala (1539–1556) angeblich gleich mit etlichen Guaraní-Frauen. Ob Wunschdenken oder Wahrheit, Paraguay ist heute das einzige Land Südamerikas mit zwei offiziellen Sprachen: Spanisch und Guaraní. Für ein tolerantes Miteinander sorgten früh die Jesuiten. Die Hälfte aller ihrer erhaltenen Missionen, darunter die Unesco-Weltkulturgüter Jesús del Tavarangue und Trinidad del Paraná, verstecken sich als schmucke Ruinen unweit der Iguaçu-Fälle längs der Grenze zu Argentinien. Von dem urwüchsigen Stromland, in dem außerdem zwei Dutzend Nationalparks und Biotope, der Ypacaraí-See und der Stausee von Itaipú zu Ausflügen einladen, kündet in der grünen Hauptstadt Asunción (608 000 Ew.) schon der Río Paraguay. Ganz anders der Chaco im Nordwesten. Die weite, teils von Wasser durchzogene, von wilden Tieren und Rinderherden bevölkerte Steppe bedeckt fast zwei Drittel des Landes. Die Heimat letzter Guaraní (2 % der Bev.), deutschsprachiger Mennoniten und der Viehbarone entdeckt man am besten während eines zünftigen Urlaubs auf einer Estancia, wie die großen Viehfarmen hier heißen. |
Jesuitische Ruinen in Trinidad
Maca-indígenas sind heute in der Minderheit |
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UruguayHerrliche Strände und Sekt zu Sonnenuntergängen locken heute Urlauber aus aller Welt in die ehemalige „Schweiz Südamerikas“. Klein, aber fein – dieses Etikett schmückt das Land der sanft hügeligen Weiden, bewaldeten Flussufer und unentdeckten Strände seit 1903. Damals begründete Präsident José Batlle y Ordóñez einen in Südamerika beispiellosen Wohlfahrtsstaat, wovon Uruguay bis heute zehrt. Von dieser Blütezeit zeugen in Montevideo (1,3 Mio Ew.) die Prachtbauten an der Plaza de Independencia, schöne alte Straßen, viele Oldtimer und antiquierte Stadtbusse. Als Sitz der Wirtschaftsunion Mercosur gewann die „kleine Schwester“ von Buenos Aires auf der anderen Seite der Río-de-la-Plata-Mündung wieder an Bedeutung. Man sieht sich, man trifft sich an der „uruguayischen Riviera“ – zum Sunset-Sekt auf der Punta Ballena, zum Baden, Wellenreiten oder Paragliding an den feinsandigen Stränden, zum Flanieren zwischen internationaler Prominenz in Punta del Este oder zur Party in einer der Prachtvillen von Portezuelo. Ruhe in romantischer Umgebung findet man auf den Estancias (Großfarmen), auf Spaziergängen an Flussufern oder durch Uruguays kleinwüchsige Palmenwälder. Im Winter kann man sich in den heißen Thermalquellen im Westen des Landes aalen, sich in Ruhe den ältesten Leuchtturm Südamerikas in Colonia del Sacramento (Unesco-Weltkulturerbe) ansehen – oder lustvoll der melancholischen Musik von Tangokönig Carlos Gardel hingeben. |
Stierkampf auf Gaucho-Art: am Schwanz gepackt und zu Fall gebracht |
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Reise-Infos
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Special-TippUruguay: Die Seelöwen der Isla de Lobos sind das ganze Jahr über eine Attraktion. Dass sie sich dort wieder zu Tausenden in der Sonne räkeln können, verdanken sie der ehemaligen Filmschauspielerin Brigitte Bardot. Erfolgreich hatte sich die engagierte Tierschützerin für ein Jagdverbot eingesetzt. Ausflüge gibt’s beim Uruguay- Spezialisten. Paraguay: Keine Scheu vor den deutschsprachigen Mennoniten – sie freuen sich über Besucher! Übrigens: Eine der Misiones ist wieder in Betrieb, so richtig mit Gottesdienst ... |
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AdressenBotschaft von ParaguayHardenbergstr. 12, D-10623 Berlin Botschaft von UruguayBudapester Str. 39, D-10787 Berlin
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