Länderinfos PeruSchatzkammer Südamerikas – und doch viel mehr als das Land der Inka, ihrer blühenden Vorgänger und stolzen Erben. Ob Bergsteigen, Trekking oder Birdwatching: längst ist der Klassiker auch ein Topziel für Naturfreunde. Perus Fülle an Attraktionen lässt sich kaum überbieten. Vor allem, was seine archäologischen Schätze angeht, steht es ganz vorn auf der Hitliste der lateinamerikanischen Länder. Peru war das Machtzentrum der Inka, die das größte altamerikanische Reich errichteten. Im Hochland ist ihre Zivilisation allgegenwärtig, besonders zwischen Puno am Titicacasee, Cuzco, dem „Heiligen Tal der Inka“, und dem hoch über dem Río Urubamba erbauten Machu Picchu. Die Anden bedecken zwar nur zehn Prozent des Landes, aber hier liegen die Highlights oft dicht beieinander. Das weltoffene Arequipa (2335 m) im Süden breitet sich vor dem grandiosen Panorama von Vulkanen aus und ist das Tor zum gewaltigen Cañon de Colca und zu Rafting- Flüssen. Unweit von Ayacucho am alten Inkaweg nach Cuzco breitet sich die Ruinenstätte der Huari aus. Das nördlichere Huaraz am Fuß der Cordillera Blanca ist Treffpunkt der internationalen Bergsteigerszene sowie Ausgangspunkt für die Ruinenstätte Chavín. Und tief im Nordosten, weit hinter Cajamarca (2750 m), wo u. a. noch das Gefängnis von Atahualpa zu sehen ist, liegen die beeindruckenden Ruinen von Kuelap. Kultur, Natur und Sport, damit lockt auch die 3000 km lange Küste, die 30 Prozent des Landes ausmacht. Extrem trocken, gleicht sie einer Wüste, die von grünen Oasen, Städten, Ruinen und Gräbern alter Kulturen wie von Sprossen einer Leiter durchsetzt ist. Erschlossen wird sie vom längsten Teilstück der Panamericana. Sie beginnt für die Peruaner in Lima, der Hauptstadt. Gen Norden (Panamericana Norte) führt sie u. a. zum sonnigen Trujillo und seiner Chimú-Ruinenstätte Chan Chan (bis 15. Jh.) sowie nach Chiclayo, dem Tor zu den 26 Pyramiden von Tucumé (Machtzentrum der Moche, ab 200 v. Chr.), zum neuen Museum Tumbas Reales del Señor de Sipán von Lambayeque – und zu den Stränden von Mancora. Südlich über die Panamericana Sur erreicht man die Weinfelder von Ica, die Strände, Seelöwen, Museen und Mumien-Fundstätten der Halbinsel Paracas sowie die Nazca-Linien. Zu Küste und Anden gesellt sich ein selten urwüchsiges Tiefland (60 % des Landes). Ökologische Juwele liegen im Quellgebiet des Amazonas um Puerto Maldonado oder im Rücken von Cuzco, z. B. der Nationalpark Manu. Tore zum Tiefland im Nordosten sind u. a. Pucallpa und die Kautschukstadt Iquitos am schon breiten Amazonas. Wer will, kann dort durchs Urwalddach spazieren. |
Chimú-Ruinenstätte Chan Chan bei Trujillo
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Daten & FaktenIn Peru leben 23 Mio. Einwohner auf einer Landesfläche von 1.285.000 km2; Hauptstadt ist Lima mit 8 Mio. Einwohnern, höchster Berg des Landes der 6768 m hohe Nevado Huascarán. Seit 1980 ist Peru eine Präsidiale Republik. Die Unabhängigkeit (1824) erkämpften José de San Martín, Simón Bolívar und Antonio Sucre. Die spanische Kolonialzeit begann 1532 mit Pizarro und der Ermordung des letzten Inkas Atahualpa in Cajamarca. Lima war Hauptstadt des Vizekönigreichs Peru. Export: u. a. Edelmetalle, Erze und Öl. |
Gut behütet: Peruanerinnen im Hochland |
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Reise-Infos
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Special-TippDie Stadt Puno am Titicacasee ist Ausgangspunkt für Trips zu den Schilf inseln, zum Zeremonialzentrum Inka Uyo und zu den Sillustani (Begräbnistürmen der Colla-Kultur). Außerdem wird in Puno jährlich vom 1.–7. Nov. die mythenumwobene Ankunft des ersten Inkas Manco Capac und Mama Ocllos gefeiert. AdressenBotschaft von PeruMohrenstr. 42, D-10117 Berlin Generalkonsulat der Republik PeruKaiserstr. 74, D-63065 Offenbach
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Die scheuen Vicuñas, Neuweltkamele wie das Lama, Alpaka und Guanaco, leben im Hochland |
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