ags/Sep25 Dank seiner außergewöhnlichen Geografie und natürlichen Schönheit hat sich Ometepe zu einem der attraktivsten Reiseziele Nicaraguas entwickelt.

Für die Einheimischen ist es ein „heiliger Ort“, an dem die Götter wohnten. Der Name bedeutet in Nahuatl „zwei Hügel“ und bezieht sich auf die Vulkane, die diesen Ort bewachen: Maderas und Concepción, wobei letzterer noch aktiv ist.

Ometepe ist weltweit als größte Insel in einem Süßwassersee bekannt. Die einzigartige Lage ist jedoch nicht ihre einzige Attraktion, denn sie verfügt auch über eine große Artenvielfalt, eine lebendige Kultur und zahlreiche touristische Ziele.

Von der UNESCO wurde Ometepe 2010 aufgrund seiner reichen Artenvielfalt, zu der auch vom Aussterben bedrohte Tierarten wie der Gelbnackenpapagei, der Weißgesichtkapuziner und der Kleinzahn-Sägefisch gehören, zum Biosphärenreservat erklärt. Darüber hinaus hat die Vulkanasche die Insel zu einem fruchtbaren Land für die Landwirtschaft gemacht.

Ometepe wurde in der präkolumbianischen Zeit von verschiedenen Stämmen besiedelt, darunter die Caribisis, Chorotegas und Chibchas. Die Gemeinde Altagracia, auch bekannt als Aztagalpa, war die indigene Hauptstadt der Region.

Auf den Wanderwegen des Vulkans Maderas finden sich Petroglyphen, die von der Lebensweise, den Bräuchen und Traditionen der Vorfahren erzählen. Dieser Ort ist auch als Fundstätte einzigartiger Keramikrelikte bekannt, die religiöse Formen mit spezifischen Mustern aufweisen.

Ebenso enthält die Kirche La Altagracia mehrere Statuen, die Totems und Gottheiten darstellen. Weitere Überreste der präkolumbianischen Vergangenheit der Insel befinden sich im Museum El Ceibo, das archäologische, kulturelle und geologische Informationen bietet.

Der Ökotourismus dominiert in Ometepe mit traumhaften Naturzielen. Touristen können einen Vulkan besteigen, mit dem Kajak einen Fluss befahren und sogar an einem weißen Sandstrand auf derselben Insel sonnenbaden.